Vogelschutzprojekt am Alten Flugplatz
Die Auenlandschaft am Alten Flugplatz ist Lebensraum für zahlreiche Vogelarten, auch seltene Arten wie Rohrammer, Beutelmeise oder Eisvogel. Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule beobachten seit dem Frühjahr 2005 zusammen mit Umweltlernen in Frankfurt e.V. am ehemaligen Militärflugplatz die Vögel und haben ihre Lebensweise kennen gelernt. Dabei wurde auch ihre Gefährdung insbesondere zur Brutzeit deutlich. Das Projekt wurde in diesem Jahr von Schülern der August-Jaspert-Schule fortgesetzt.
Vor allem Spaziergängerinnen und Spaziergänger mit Hunden sowie Modellflieger führen zur Beunruhigung der Brutvögel. Die Brutsaison beginnt am 15. März und dauert bis 15. Juli. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten kreative Vorschläge zum Miteinander von Mensch und Natur. Teile der Wiesen sowie der Schotterfelder sollen in der Brutzeit nicht mehr zum Modellfliegen und Hundeausführen genutzt werden, der übrige Teil bleibt zur Nutzung frei.
Nachdem die Schülerinnen und Schüler in den vergangenen Jahren selbst gestaltete Hinweistafeln aufgestellt haben, wurde im Jahr 2008 ein ganz besonderes Projekt entwickelt. Ein überdimensionales Vogelnest sorgt für Irritationen und soll die Gäste des Flugplatzes auf die sensiblen Landschaftsbereiche und ihrer fliegenden Bewohner hingewiesen. In Zusammenarbeit mit dem Umweltamt und dem Grünflächenamt werden mit dieser Aktion neue Wege beschritten, um die Vereinbarkeit von Naturschutz und Freizeitnutzung auf dem Flugplatzgelände zu verbessern.
Das Projekt ist Beispiel für die Beteiligung von Schülerinnen und Schülerinnen im Kontext der Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung".